Arbeitsscheinwerfer für Teleskoplader: Was Sie wo anbauen sollten

In this guide
- Was zur Beleuchtung eines Teleskopladers gehört
- Straßenbeleuchtung für einen Teleskoplader in Deutschland
- Arbeitsscheinwerfer an Ausleger, Kabine und Heck
- Gelbe Rundumleuchten für Teleskoplader
- Wo Sie Arbeitsscheinwerfer am Teleskoplader anbauen
- LED-Nachrüstung für ältere Teleskoplader
- Markenspezifischer Einbau bei JCB, Manitou, Merlo und Caterpillar
- Häufige Fragen zur Beleuchtung von Teleskopladern
- Das Wichtigste zusammengefasst
Ein Teleskoplader hat 4 Gruppen von Beleuchtung: Straßenbeleuchtung für Fahrten zwischen Hof, Feld und Baustelle, Arbeitsscheinwerfer für Ausleger und Kabine, eine gelbe Rundumleuchte als Warneinrichtung sowie Rückfahr- und Bremsleuchten für die Sicherheit auf dem Hof. Alle Leuchten müssen zusammenspielen, an den richtigen Positionen sitzen und den Vorschriften der StVZO und StVO entsprechen, sobald die Maschine auf öffentlichen Straßen fährt. Dieser Ratgeber behandelt jede Gruppe nacheinander, erklärt, wie die deutschen Vorschriften mit Arbeitsscheinwerfern und Rundumleuchten umgehen, nennt die relevanten Lumenbereiche und Genehmigungen und gibt allgemeine Einbauhinweise für die gängigen Teleskopladermarken.
Was zur Beleuchtung eines Teleskopladers gehört
Die Beleuchtung eines Teleskopladers umfasst alle Leuchten für Straßenfahrt, Arbeitsbeleuchtung, Warnung und sicheres Rückwärtsfahren. Sie erfüllt 4 Aufgaben: die Straße vor der Maschine ausleuchten, den Arbeitsbereich rund um Ausleger und Hinterachse ausleuchten, anderen Verkehrsteilnehmern die Maschine anzeigen und den Weg hinter der Maschine beim Rückwärtsfahren beleuchten.
Die Leuchten eines Teleskopladers teilen sich in Straßenbeleuchtung (geregelt durch StVZO und EU-Typgenehmigung) und Arbeitsscheinwerfer für Hof, Feld oder Baustelle. Straßenleuchten müssen bauartgenehmigt sein und ein E- bzw. e-Prüfzeichen oder ein nationales Prüfzeichen tragen. Arbeitsscheinwerfer brauchen keine Straßenzulassung, dürfen aber nur bei der Arbeit oder im Stand eingeschaltet sein und müssen ausgeschaltet werden, bevor die Maschine auf eine öffentliche Straße fährt.
Ein typischer Teleskoplader von JCB, Manitou, Merlo oder Caterpillar wird mit einer Grundbeleuchtung für die Straße ausgeliefert. Arbeitsscheinwerfer und oft eine Rundumleuchte rüstet der Händler oder der Betreiber nach. Die Werksausstattung umfasst Hauptscheinwerfer, Blinker, Bremsleuchten, Begrenzungsleuchten, Rückfahrscheinwerfer und Kennzeichenbeleuchtung. Arbeitsscheinwerfer und Rundumleuchte sind häufig Zubehör.
Straßenbeleuchtung für einen Teleskoplader in Deutschland
Die Straßenbeleuchtung eines Teleskopladers besteht aus 7 üblichen Komponenten. Straßenleuchten und Rückstrahler müssen bauartgenehmigt sein. Ersetzen Sie Leuchten deshalb gleichwertig durch genehmigte Einheiten.
| Komponente | Funktion | Prüfzeichen | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Hauptscheinwerfer (Abblend- und Fernlicht) | Ausleuchtung der Straße nach vorn | E bzw. ECE R112 | Meist H4- oder H7-Lampen |
| Begrenzungsleuchten vorn | Standlicht im Stand und während der Fahrt | ECE R7 | Oft im Scheinwerfer integriert |
| Schluss- und Bremsleuchten | Sichtbarkeit nach hinten und Bremssignal | ECE R7 | Kombiniert oder getrennt |
| Fahrtrichtungsanzeiger | Abbiegesignal | ECE R6 | Vorn, hinten und (oft) seitlich |
| Rückfahrscheinwerfer | Beleuchtung beim Rückwärtsfahren | ECE R23 | Schaltet mit dem Rückwärtsgang |
| Kennzeichenbeleuchtung | Beleuchtung des Kennzeichens | ECE R4 | Weißes Licht auf das Kennzeichen |
| Rückstrahler (hinten, rot) | Passive Kenntlichmachung | ECE R3 | Rot, hinten |
Welche dieser Einrichtungen für Ihren Teleskoplader vorgeschrieben sind, hängt davon ab, wie er zugelassen ist, etwa als selbstfahrende Arbeitsmaschine oder als land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschine, und welche bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit er hat. Maßgeblich sind die Fahrzeugpapiere. In der Praxis verlässt fast jeder moderne Teleskoplader das Werk mit allen genannten Leuchten. Nach der StVZO müssen vorgeschriebene lichttechnische Einrichtungen ständig betriebsbereit sein, und jede angebaute Leuchte muss funktionieren. Rückfahrscheinwerfer dürfen nur beim Rückwärtsfahren leuchten. Ist Ihre Maschine anders eingestuft oder unsicher, fragen Sie Ihre Prüforganisation.
Ersatzleuchten, die bei einer Reparatur eingebaut werden, sollten dieselben Prüfzeichen tragen. Eine Straßenleuchte ohne passendes Prüfzeichen ist nicht zulässig, auch wenn sie identisch aussieht. Fehlende oder defekte vorgeschriebene Leuchten werden nach dem Bußgeldkatalog geahndet.
Arbeitsscheinwerfer an Ausleger, Kabine und Heck
Arbeitsscheinwerfer am Teleskoplader leuchten den Arbeitsbereich an der Auslegerspitze, rund um die Kabine und am Heck der Maschine aus. Sie reichen von 1.500 Lumen (kleine Kotflügel- oder Auslegerfußleuchten) bis 9.000 Lumen (hochwertige Breitstrahler auf dem Kabinendach oder an der Auslegerspitze).
Teleskoplader haben Arbeitsscheinwerfer in 3 Einbaubereichen:
- Leuchten am Ausleger beleuchten die Last und den Arbeitsbereich. Eine Leuchte an der Auslegerspitze beleuchtet Gabel, Ballen, Schaufel oder Palette bei vollem Ausschub. Eine Leuchte am Auslegerfuß beleuchtet die kabinenseitige Auslegerseite und die Last bei eingefahrenem Ausleger.
- Leuchten auf dem Kabinendach beleuchten den Bereich vor und hinter der Kabine. Ein Paar nach vorn gerichteter Dachscheinwerfer dient auf dunklen Höfen zugleich als Anfahrbeleuchtung. Ein Paar nach hinten gerichteter Dachscheinwerfer beleuchtet den Weg beim Rückwärtsfahren in Boxen oder Silos.
- Leuchten an Heck und Gegengewicht beleuchten den Bereich direkt hinter der Maschine. Sie sind nützlich bei der Arbeit auf engen Höfen, rund um Getreidelager und Hallen oder in der Nähe anderer Maschinen.
Die Lichtverteilung ist an jeder Position wichtig. Ein Breitstrahler (60 bis 120 Grad Abstrahlwinkel) eignet sich für die Auslegerspitze, weil er die Last großflächig ausleuchtet. Ein Fernstrahler (8 bis 30 Grad) eignet sich für Kabinendach oder Kotflügel, wo das Licht weit über den Hof reichen soll. Eine Kombination verbindet beides und eignet sich für den allgemeinen Einsatz.
Alle diese Leuchten müssen auf öffentlichen Straßen ausgeschaltet sein. Arbeitsscheinwerfer dürfen während der Fahrt im Straßenverkehr nicht eingeschaltet sein, und weißes Licht nach hinten ist nur als Rückfahrscheinwerfer beim Rückwärtsfahren zulässig, weil es wie ein entgegenkommendes Fahrzeug wirken kann. Nach hinten gerichtete Dachscheinwerfer, die beim Abfahren von Ballen eingeschaltet bleiben, blenden den nachfolgenden Pkw zuverlässig. Ein separater Schalter mit Kontrollleuchte in der Kabine hilft.
Wie Breit- und Fernstrahler funktionieren, erklären unser Ratgeber Breitstrahler oder Fernstrahler und der Beitrag Lichtverteilung bei Arbeitsscheinwerfern.
Gelbe Rundumleuchten für Teleskoplader
Eine gelbe Rundumleuchte zeigt an, dass die Maschine langsam, groß oder auf dem Hof bzw. am Straßenrand im Einsatz ist. In Deutschland regelt § 52 Abs. 4 StVZO, welche Fahrzeuge Kennleuchten für gelbes Blinklicht führen dürfen, und § 38 StVO, wann sie eingeschaltet werden dürfen.
Die wichtigsten Punkte für Deutschland:
- Es gibt keine allgemeine Pflicht, an jedem Teleskoplader ständig eine eingeschaltete Rundumleuchte zu führen. Gelbes Blinklicht darf im Straßenverkehr nur eingeschaltet werden, um vor Arbeits- oder Unfallstellen, vor ungewöhnlich langsam fahrenden Fahrzeugen oder vor Fahrzeugen mit ungewöhnlicher Breite oder Länge bzw. ungewöhnlich breiter oder langer Ladung zu warnen.
- Die Rundumleuchte sollte möglichst auf dem Dach angebracht werden, sodass sie rundum sichtbar ist und weder Ausleger noch Anbaugerät sie verdecken. Sie muss nach ECE R65 bauartgenehmigt sein.
- Für Fahrzeuge mit Überbreite oder Überlänge wird gelbes Rundumlicht häufig in der Ausnahmegenehmigung vorgeschrieben, dazu können Warntafeln und weitere Auflagen kommen. Nur wenige Teleskoplader sind so breit, für manche andere selbstfahrende Maschinen gilt es aber.
Gelbes Rundumlicht ist in Deutschland also ein Warnsignal für besondere Situationen und kein Dauerlicht für jede Straßenfahrt. ECE R65 ist der anerkannte Leistungsstandard für Rundumleuchten, und viele Baustellen und Auftraggeber schreiben ihn zusätzlich vor. Auf Baustellen und in Betrieben verlangen die Sicherheitsregeln oft auch während des Betriebs eine eingeschaltete Rundumleuchte.
Rundumleuchten werden am Teleskoplader auf 4 übliche Arten befestigt: DIN-Aufsteckfuß auf dem Kabinendach, Magnetfuß für den mobilen Einsatz, flexibler DIN-Fuß, der Vibrationen der Kabine abfängt, und feste 3-Punkt-Verschraubung an einer Dachreling. Ein fester oder flexibler DIN-Fuß ist die bessere Wahl, wenn die Leuchte häufig genutzt wird. LED-Rundumleuchten nehmen bei 12 V 1 bis 2 A auf, wiegen 350 bis 800 g und halten 30.000 bis 50.000 Stunden. Halogen-Rundumleuchten nehmen 5 bis 7 A auf und halten 500 bis 1.500 Stunden.
Mehr zu Rundumleuchten in unserem Beitrag Was gelbes Rundumlicht bedeutet, im Erklärstück Rundumleuchten nach ECE R65. Die Benutzung von gelbem Blinklicht regelt § 38 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO).
Wo Sie Arbeitsscheinwerfer am Teleskoplader anbauen
Die Einbaupositionen für Arbeitsscheinwerfer am Teleskoplader ergeben sich aus Fahrgestell, Auslegergeometrie und Kabinenaufbau. Die 6 Standardpositionen sind:
| Position | Funktion | Leuchtentyp |
|---|---|---|
| Auslegerspitze (oben am Ausleger) | Beleuchtet die Last bei vollem Ausschub | Ein oder zwei LED-Breitstrahler, 4.000 bis 6.000 lm |
| Auslegerfuß (Übergang Ausleger zu Fahrgestell) | Beleuchtet die Last bei eingefahrenem Ausleger | Ein LED-Breitstrahler, 3.000 bis 4.500 lm |
| Kabinendach vorn | Breitstrahler nach vorn für die Anfahrt auf dem Hof | Paar LED-Kombistrahler, je 6.000 bis 9.000 lm |
| Kabinendach hinten | Breitstrahler nach hinten zum Rückwärtsfahren | Paar LED-Breitstrahler, je 4.500 bis 6.000 lm |
| Kotflügel oder Radlauf | Seitliche Ausleuchtung, Arbeit in Bodennähe | Kompakter LED-Breitstrahler, 1.500 bis 3.000 lm |
| Gegengewicht oder Heck | Arbeit in Bodennähe hinter der Maschine | Kompakter LED-Breitstrahler, 1.500 bis 3.000 lm |
Die Leuchte an der Auslegerspitze braucht ein Kabel, das sich über den gesamten Auslegerweg ohne Scheuern bewegen lässt. Die meisten Nachrüstsätze für die Auslegerspitze verwenden ein Spiralkabel oder einen eigenen Kabelbaum im Inneren des Auslegers. Eine Leuchte auf dem Kabinendach kann mit einer normalen festen Leitung durch die Kabinenwand angeschlossen werden.
Die Anbauhöhe bestimmt die Reichweite. Eine Dachleuchte in 3,0 m Höhe leuchtet den Boden 25 bis 35 m voraus aus, eine Kotflügelleuchte in 1,5 m Höhe 8 bis 12 m. Eine Leuchte an der Auslegerspitze bewegt sich mit dem Ausleger, ihre Reichweite ändert sich also.
Auf der Straße senken Sie den Ausleger ab, fahren ihn ein und halten Gabel oder Anbaugerät unten. Angehobene Gabeln und vorn angebaute Arbeitsgeräte sind auf öffentlichen Straßen ein gefährlicher Überstand. Gabelzinken sollten mit einem Zinkenschutz abgedeckt werden.
Halter und Schrauben Schritt für Schritt auswählen: siehe Arbeitsscheinwerfer richtig montieren.
LED-Nachrüstung für ältere Teleskoplader
Bei der LED-Nachrüstung eines älteren Teleskopladers werden die originalen Halogen- oder Sealed-Beam-Arbeitsscheinwerfer durch hellere und langlebigere LED-Einheiten ersetzt. Die Nachrüstung betrifft 3 Bereiche: Scheinwerferlampen, Arbeitsscheinwerfer und die Rundumleuchte.
LED-Nachrüstoptionen für Teleskoplader:
- LED-Arbeitsscheinwerfer anstelle von Halogen-Arbeitsscheinwerfern. Bei den Hauptscheinwerfern für die Straße sieht es anders aus: LED-Nachrüstlampen in H4- oder H7-Halogenscheinwerfern sind in Deutschland nur zulässig, wenn für die konkrete Kombination aus Lampe, Scheinwerfer und Fahrzeug eine Genehmigung vorliegt, was bei Teleskopladern in der Regel nicht der Fall ist. Bauen Sie komplette genehmigte LED-Scheinwerfer ein, wenn die Hauptscheinwerfer verbessert werden sollen. Die EMV-Konformität (ECE R10) ist wichtig, weil LED-Treiber die Fahrzeugelektronik stören können.
- LED-Arbeitsscheinwerfer als Direktersatz für eckige oder runde Halogen-Arbeitsscheinwerfer. Sie werden an die vorhandenen Halter geschraubt und verwenden denselben 2-poligen Deutsch- oder AMP-Stecker.
- Tausch gegen eine LED-Rundumleuchte anstelle einer rotierenden Halogen-Rundumleuchte. LED-Rundumleuchten passen auf denselben DIN-Aufsteckfuß oder Magnetfuß, und die geringere Stromaufnahme schont das Bordnetz.
Ein Teleskoplader mit überwachten Lichtstromkreisen kann eine Ausfallwarnung anzeigen, wenn eine LED-Lampe ohne CAN-Bus-Kompatibilität eingesetzt wird. Abhilfe schafft eine CAN-Bus-kompatible LED-Lampe mit eingebautem Lastwiderstand oder ein separater Widerstand, der parallel geschaltet wird.
Einen vollständigen Vergleich von Halogen und LED finden Sie in unserem Ratgeber LED oder Halogen und im Beitrag Umrüstung von Halogen auf LED.
Markenspezifischer Einbau bei JCB, Manitou, Merlo und Caterpillar
Der Einbau der Beleuchtung unterscheidet sich je nach Hersteller, Modell und Baujahr, weil Kabine, Ausleger und Fahrgestell unterschiedlich aufgebaut sind. Prüfen Sie bei Maschinen von JCB, Manitou, Merlo und Caterpillar vor der Bestellung anhand der Betriebsanleitung oder der vorhandenen Leuchten Lampentypen, Steckertypen und Befestigungspunkte. Dachscheinwerfer werden meist an werkseitigen Punkten oder einer Dachreling verschraubt, Leuchten an der Auslegerspitze brauchen oft einen Nachrüsthalter und eine flexible Kabelführung, und die Rundumleuchte kann ab Werk oder vom Händler montiert sein.
Eine vollständige Einbauanleitung für JCB Teleskoplader finden Sie in unserem Beitrag Beleuchtung für JCB Teleskoplader.
Häufige Fragen zur Beleuchtung von Teleskopladern
Welche Beleuchtung braucht ein Teleskoplader auf der Straße in Deutschland? Ein Teleskoplader im öffentlichen Straßenverkehr braucht die für seine Fahrzeugart vorgeschriebenen lichttechnischen Einrichtungen, in der Regel Hauptscheinwerfer, Begrenzungsleuchten, Schlussleuchten, Bremsleuchten, Blinker vorn und hinten, Rückstrahler und Kennzeichenbeleuchtung. Alle müssen bauartgenehmigt und ständig betriebsbereit sein. Was genau für Ihre Maschine gilt, ergibt sich aus den Fahrzeugpapieren, im Zweifel fragen Sie Ihre Prüforganisation.
Wo sollten Arbeitsscheinwerfer am Teleskoplader angebaut werden? Arbeitsscheinwerfer sitzen an 6 Positionen: Auslegerspitze, Auslegerfuß, Kabinendach vorn, Kabinendach hinten, Kotflügel und Gegengewicht. Leuchten an der Auslegerspitze beleuchten die Last, Dachscheinwerfer den Hof, Kotflügel- und Heckleuchten den unmittelbaren Arbeitsbereich am Boden. Alle müssen ausgeschaltet sein, bevor die Maschine auf eine öffentliche Straße fährt.
Braucht ein Teleskoplader in Deutschland eine Rundumleuchte? Eine allgemeine Pflicht gibt es nicht. Gelbes Rundumlicht darf im Straßenverkehr nur eingeschaltet werden, wenn eine Warnung geboten ist, etwa bei ungewöhnlich langsamer Fahrt, Überbreite oder Arbeiten im Straßenraum, und kann in einer Ausnahmegenehmigung vorgeschrieben sein. Viele Sicherheitsregeln auf Baustellen und in Betrieben verlangen zudem während des Betriebs eine Rundumleuchte.
Kann man an einem älteren Teleskoplader LED-Arbeitsscheinwerfer nachrüsten? Ein Teleskoplader mit Halogen- oder Sealed-Beam-Arbeitsscheinwerfern lässt sich mit LED-Einheiten als Direktersatz nachrüsten. Sie passen an den Originalhalter, nutzen den Originalstecker und liefern 2- bis 3-mal so viel Licht. Maschinen mit CAN-Bus brauchen eventuell LED-Lampen mit Lastwiderstand.
Wie viele Lumen brauchen Arbeitsscheinwerfer am Teleskoplader? Ein Arbeitsscheinwerfer am Teleskoplader braucht 1.500 Lumen an Kotflügel und Gegengewicht, 3.000 bis 4.500 Lumen am Auslegerfuß, 4.000 bis 6.000 Lumen an der Auslegerspitze und 6.000 bis 9.000 Lumen als Breitstrahler auf dem Kabinendach.
Das Wichtigste zusammengefasst
Die Beleuchtung eines Teleskopladers erfüllt 4 Aufgaben an 6 Einbaupositionen. Die Straßenbeleuchtung muss bauartgenehmigt und ständig betriebsbereit sein. Arbeitsscheinwerfer mit 1.500 bis 9.000 Lumen beleuchten Ausleger, Kabinenumfeld und Heck und müssen auf öffentlichen Straßen ausgeschaltet sein. Eine gelbe Rundumleuchte nach R65 wird nur eingeschaltet, wenn eine Warnung geboten oder per Genehmigung vorgeschrieben ist. Ältere Maschinen lassen sich mit LED-Direktersatz nachrüsten, der mehr Licht liefert, weniger Strom braucht und 30- bis 50-mal länger hält als Halogen.
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