Ausleuchtungsarten von Arbeitsscheinwerfern: Flutlicht, Spot und Kombination erklärt

In this guide
- Was die Ausleuchtungsart eines Arbeitsscheinwerfers ist
- Flutlicht
- Spot
- Kombinierte Ausleuchtung
- Fernscheinwerfer und Arbeitsscheinwerfer
- Messung des Abstrahlwinkels
- Reflektor- oder Linsenoptik
- Ausleuchtung passend zur Aufgabe wählen
- Ausleuchtungsarten am selben Fahrzeug kombinieren
- Checkliste für die Wahl der Ausleuchtung
Die Ausleuchtungsart eines Arbeitsscheinwerfers ist die Form des Lichts, das sein optisches System abstrahlt. Sie wird durch den Abstrahlwinkel, die Verteilung der Beleuchtungsstärke (Lux) über die Entfernung und die Hell-Dunkel-Grenze bestimmt. Für die Arbeit auf dem Betrieb ist die Ausleuchtungsart wichtiger als der gesamte Lichtstrom, denn derselbe Scheinwerfer mit 5.000 Lumen leuchtet als Flutlicht eine Hoffläche von 4 m aus und als Spot einen Feldstreifen von 30 m. Drei Ausleuchtungsarten bestimmen die Auswahl in der Landwirtschaft: Flutlicht (60° bis 90° breit, 5 bis 15 m Reichweite), Spot (20° bis 30° breit, 15 bis 50 m Reichweite) und Kombination (ein Spotkern in einem Flutlichtfeld). Dieser Leitfaden behandelt Optik, Messung und die Zuordnung von Aufgabe und Ausleuchtung für jeden Arbeitsscheinwerfer an jedem landwirtschaftlichen Fahrzeug.
Was die Ausleuchtungsart eines Arbeitsscheinwerfers ist
Die Ausleuchtungsart ist die dreidimensionale Form des Lichts, das ein Arbeitsscheinwerfer abstrahlt, bestimmt durch die Winkelbreite des Lichtkegels und die Beleuchtungsstärke an jedem Punkt innerhalb dieses Kegels. Ein breiterer Lichtkegel deckt mehr Fläche bei geringerer Intensität ab. Ein schmalerer Lichtkegel bündelt die Intensität auf Kosten der Fläche. Die Ausleuchtung ergibt sich aus dem optischen System des Scheinwerfers: Reflektorgeometrie, Linsenform und Anordnung der LED-Chips.
Die Ausleuchtungsart wird ab Werk durch die Bauart des Scheinwerfers festgelegt und lässt sich ohne Austausch des Scheinwerfers nicht ändern. Ein als Flutlicht gekennzeichneter Scheinwerfer liefert Flutlicht, ein als Spot gekennzeichneter liefert Spot. Einige hochwertige Arbeitsscheinwerfer bieten wechselbare Linsen, die meisten aber nicht. Die Entscheidung fällt also beim Kauf.
Für die Zuordnung zur Aufgabe ist die Ausleuchtungsart wichtiger als der Lumenwert, denn derselbe Lichtstrom ergibt je nach Ausleuchtung völlig unterschiedliches Arbeitslicht. Ein Flutlicht mit 5.000 Lumen liefert 50 bis 100 Lux über einen Bogen mit 12 m Radius. Dieselben 5.000 Lumen als Spot liefern rund 100 Lux auf einem Streifen von etwa 10 bis 15 m Breite in 30 m Entfernung. Andere Arbeit, anderer Scheinwerfer.
Flutlicht
Flutlicht ist eine breit abstrahlende Ausleuchtung, die das Licht über einen horizontalen Bogen von 60° bis 90° bei mittlerer Reichweite (5 bis 15 m) verteilt. Es eignet sich für die Ausleuchtung im Nahbereich, wo seitliche Abdeckung wichtiger ist als Reichweite.
Abstrahlwinkel und Abdeckung beim Flutlicht
Der Abstrahlwinkel beim Flutlicht ist die horizontale Winkelbreite des Hauptlichtkegels. Die meisten landwirtschaftlichen Flutlichter haben horizontal 60° bis 90° und vertikal 30° bis 60°. Diese ungleiche Verteilung passt zur typischen Arbeitssituation: eine breite Arbeitsfläche etwa auf Höhe des Fahrers.
| Abstrahlwinkel Flutlicht | Abdeckung in 5 m | Abdeckung in 10 m |
|---|---|---|
| 60° horizontal | 5,8 m breit | 11,6 m breit |
| 75° horizontal | 7,7 m breit | 15,3 m breit |
| 90° horizontal | 10 m breit | 20 m breit |
| 120° horizontal (extra breit) | 17,3 m breit | 34,6 m breit |
Beleuchtungsstärke des Flutlichts über die Entfernung
Ein Flutlicht liefert im Nahbereich eine höhere Beleuchtungsstärke, die mit der Entfernung schnell abnimmt, weil sich der Lichtstrom auf eine größere Fläche verteilt. Ein typischer Flutlicht-Arbeitsscheinwerfer mit 4.500 Lumen liefert etwa 1.000 Lux in 3 m, 250 Lux in 6 m, 60 Lux in 12 m und 15 Lux in 25 m. Angenehmes Arbeitslicht braucht 100 bis 200 Lux für allgemeine Arbeiten und 300 bis 500 Lux für Präzisionsarbeiten.
Einsatzbereiche für Flutlicht
Flutlicht eignet sich für folgende Arbeiten: Rückwärtsfahren auf dem Hof, Verladen von Tieren, Pressen (Kontrolle der Wicklung), Schaufel- und Gabelarbeit mit dem Teleskoplader, Verladen im Ballenlager, Ankuppeln von Anhängern und Gülleausbringung. Gemeinsam ist allen die Arbeit im Nahbereich über einen breiten Bogen, bei der der Fahrer die gesamte Arbeitsszene statt eines schmalen Streifens sehen muss.
Spot
Spot ist eine eng gebündelte Ausleuchtung, die das Licht in einem Kegel von 20° bis 30° bei großer Reichweite (15 bis 50 m) konzentriert. Spot eignet sich für Feldarbeit auf Distanz, wo Reichweite wichtiger ist als seitliche Abdeckung.
Abstrahlwinkel und Abdeckung beim Spot
Der Abstrahlwinkel beim Spot ist die horizontale Winkelbreite des gebündelten Lichtkegels. Die meisten landwirtschaftlichen Spots haben horizontal 20° bis 30° und vertikal 15° bis 25°.
| Abstrahlwinkel Spot | Abdeckung in 20 m | Abdeckung in 40 m |
|---|---|---|
| 20° horizontal | 7 m breit | 14 m breit |
| 25° horizontal | 8,8 m breit | 17,7 m breit |
| 30° horizontal | 10,7 m breit | 21,4 m breit |
Beleuchtungsstärke des Spots über die Entfernung
Ein Spot liefert auf große Entfernung eine höhere Beleuchtungsstärke als ein Flutlicht mit gleichem Lumenwert, weil sich der Lichtstrom im gebündelten Kegel auf eine kleinere Fläche verteilt. Ein typischer Spot-Arbeitsscheinwerfer mit 4.500 Lumen liefert etwa 3.500 Lux in 5 m, 900 Lux in 10 m, 220 Lux in 20 m, 100 Lux in 30 m und 40 Lux in 50 m. Derselbe Lumenwert als Flutlicht fällt in 25 m unter eine brauchbare Helligkeit.
Einsatzbereiche für Spot
Spot eignet sich für folgende Arbeiten: Pflügen in der Nacht, Bodenbearbeitung, Ernte (vorn auf dem Kabinendach des Mähdreschers), Pflanzenschutz mit großer Gestängebreite, Begleitung von Straßentransporten, Begleitfahrten von Lohnunternehmern und Kontrolle von Zäunen. Gemeinsam ist allen die Arbeit auf Distanz entlang eines schmaleren Streifens, bei der der Fahrer 20 bis 50 m weit sehen muss.
Kombinierte Ausleuchtung
Die kombinierte Ausleuchtung verbindet in einem Scheinwerfer einen zentralen Spotbereich mit einem umgebenden Flutlichtbereich. Sie eignet sich für Mehrzweckfahrzeuge, bei denen ein Scheinwerfer sowohl die Hofarbeit im Nahbereich als auch die Feldarbeit auf größere Distanz abdecken muss.
Aufbau der kombinierten Ausleuchtung
Ein Kombi-Scheinwerfer vereint zwei optische Systeme in einem Gehäuse. Üblich ist ein Spotkern (meist 25° bis 30° breit) in der Mitte mit einem Flutlichtbereich (meist 60° bis 80° breit) außen herum. Manche Bauarten nutzen getrennte LED-Gruppen für jede Ausleuchtung, andere eine einzige LED-Reihe mit einer Mehrzonenlinse, die das Licht aufteilt.
Verteilung der Beleuchtungsstärke
Bei der kombinierten Ausleuchtung überlagern sich beide Muster. Der Spotkern liefert brauchbare Beleuchtungsstärke auf Distanz, allerdings weniger als ein reiner Spot mit gleichem Gesamtlichtstrom, weil nur ein Teil des Lichts in den Spotbereich geht. Der Flutlichtbereich liefert im Nahbereich ähnliche Werte wie ein Flutlicht. Der gesamte Lichtstrom verteilt sich auf beide Bereiche, die Aufteilung hängt von der Bauart ab.
Einsatzbereiche für die kombinierte Ausleuchtung
Kombi-Scheinwerfer eignen sich für folgende Fahrzeuge: Traktoren von Lohnunternehmern, die zwischen Straßen- und Feldarbeit wechseln, Auslegerspitzen von Teleskopladern, die nahe und ferne Lasten bewegen, Traktoren der Mittelklasse mit wenigen Montagepositionen, an denen ein Scheinwerfer zwei Aufgaben erfüllen muss, sowie Quads und Pick-ups im Mehrzweckeinsatz. Wo genügend Montagepositionen vorhanden sind, sind getrennte Flutlicht- und Spotscheinwerfer meist besser als Kombi-Scheinwerfer.
Fernscheinwerfer und Arbeitsscheinwerfer
Ein Fernscheinwerfer (Zusatzfernscheinwerfer) ist ein eng gebündelter Scheinwerfer mit großer Reichweite (10° bis 15°), der für die Sicht nach vorn während der Fahrt ausgelegt ist. Ein Arbeitsscheinwerfer liefert Flutlicht, Spot oder kombinierte Ausleuchtung und beleuchtet einen Arbeitsbereich, unabhängig davon, ob sich das Fahrzeug bewegt. Beide erfüllen unterschiedliche Zwecke und sind aus rechtlichen Gründen in den meisten Fällen nicht austauschbar.
Eigenschaften des Fernscheinwerfers
Ein Fernscheinwerfer bündelt das Licht in einem sehr schmalen Kegel nach vorn mit hoher Beleuchtungsstärke auf große Entfernung (50 bis 200 m). Die Ausleuchtung ähnelt dem Fernlicht eines Fahrzeugscheinwerfers, ist aber meist schmaler. Fernscheinwerfer sind eine eigene Kategorie, getrennt von Arbeitsscheinwerfern und Hauptscheinwerfern. In Deutschland dürfen zusätzliche Fernscheinwerfer im Straßenverkehr nur verwendet werden, wenn sie bauartgenehmigt sind, vorschriftsmäßig angebaut und geschaltet werden und die Vorgaben der StVZO zu Fernscheinwerfern eingehalten sind. Lassen Sie sich vor dem Anbau fachlich beraten, etwa von Ihrer Prüforganisation.
Eigenschaften des Arbeitsscheinwerfers
Ein Arbeitsscheinwerfer (Flutlicht, Spot oder Kombination) ist für stationäre oder langsame Arbeit gedacht, bei der der Fahrer eine Arbeitsszene statt einer Straße sehen muss. In Deutschland dürfen Arbeitsscheinwerfer nur bei stehendem Fahrzeug oder während der Arbeit eingeschaltet werden, nicht während der Fahrt im öffentlichen Straßenverkehr. Wer Arbeitsscheinwerfer auf der Straße als Fahrlicht nutzt, verstößt gegen die Vorschriften, auch wenn der Scheinwerfer selbst ein Prüfzeichen trägt.
Warum die Unterscheidung wichtig ist
Ein Fernscheinwerfer am Traktor leuchtet die Straße während der Fahrt aus. Ein Arbeitsscheinwerfer am Traktor leuchtet den Arbeitsbereich bei langsamer Fahrt oder im Stand aus. Wer einen Arbeitsscheinwerfer dort einsetzt, wo ein Fernscheinwerfer hingehört (oder umgekehrt), bekommt rechtliche und praktische Probleme: falsche Ausleuchtung, falsche Lichtverteilung, falscher Winkel und unter Umständen die falsche Genehmigung. Die rechtlichen Einzelheiten finden Sie im Leitfaden zu den Vorschriften für die Traktorbeleuchtung.
Messung des Abstrahlwinkels
Der Abstrahlwinkel ist die horizontale Winkelbreite des Hauptlichtkegels, gemessen an den Halbwertpunkten (den Punkten, an denen die Beleuchtungsstärke auf 50 % des Spitzenwerts abfällt). Diese Definition ist internationaler Standard und für die praktische Auswahl von Arbeitsscheinwerfern am aussagekräftigsten.
Die Angabe zum Abstrahlwinkel lesen
Das Datenblatt eines Arbeitsscheinwerfers nennt den Abstrahlwinkel als einzelnen Wert (z. B. „30°“) oder als Paar aus horizontal und vertikal (z. B. „30° × 20°“). Beide Werte beziehen sich auf die Halbwertpunkte. Ein als „60° Flutlicht“ angegebener Scheinwerfer strahlt auch jenseits von 60° Licht ab, nur mit geringerer Intensität. Bei 60° endet das wirksame Arbeitslicht.
Was die Werte in der Praxis bedeuten
| Angabe | Ausleuchtung | Praktischer Einsatz |
|---|---|---|
| 10° bis 15° | Fernlicht / sehr enger Spot | Fernscheinwerfer, Begleitfahrten |
| 20° bis 30° | Spot-Arbeitslicht | Feldarbeit, Ernte, Pflügen |
| 30° bis 45° | Enges Flutlicht / breiter Spot | Allgemeine Mehrzweckarbeit |
| 60° bis 90° | Standard-Flutlicht | Hof, Tiere, Presse |
| 90° bis 120° | Breites Flutlicht | Kabinenheck, Verladen im Stall |
Warum die Beleuchtungsstärke in der Entfernung wichtiger ist als der Abstrahlwinkel
Der Abstrahlwinkel allein sagt nicht, wie brauchbar der Scheinwerfer in der Arbeitsentfernung ist. Ein 60°-Flutlicht mit 4.500 Lumen liefert in gleicher Entfernung mehr nutzbares Arbeitslicht als ein 60°-Flutlicht mit 2.500 Lumen. Prüfen Sie daher immer die Angabe zur Beleuchtungsstärke in der Entfernung (sofern vorhanden) zusammen mit dem Abstrahlwinkel.
Reflektor- oder Linsenoptik
Das optische System eines Arbeitsscheinwerfers ist entweder ein Reflektor (ein Parabol- oder Freiformspiegel hinter der LED) oder eine Linse (eine gegossene Optik aus Acryl oder Polycarbonat vor der LED). Beide können alle drei Ausleuchtungsarten erzeugen, nur der Aufbau unterscheidet sich.
Reflektoroptik
Eine Reflektoroptik nutzt einen gewölbten, metallisierten Spiegel hinter dem LED-Chip, um das Licht nach vorn zu lenken. Reflektoren passen zu älteren Halogen- und Xenon-Arbeitsscheinwerfern, deren Lichtquelle in alle Richtungen abstrahlt. Es gibt auch LED-Scheinwerfer mit Reflektor, sie sind aber seltener, weil LEDs nur in einen vorderen Halbraum statt in eine volle Kugel abstrahlen und Linsenoptiken deshalb effizienter sind.
Linsenoptik
Eine Linsenoptik nutzt eine klare oder mattierte Linse vor dem LED-Chip, um das Licht zu formen und zu lenken. Die meisten modernen LED-Arbeitsscheinwerfer haben Linsenoptiken, weil sie das nach vorn gerichtete Abstrahlverhalten der LED mit geringem Verlust in eine definierte Lichtform umsetzen. Linsenoptiken erzeugen schärfere Grenzen des Lichtkegels und eine gleichmäßigere Lichtverteilung als Reflektoren.
Kombinierte Reflektor-Linsen-Systeme
Ein Arbeitsscheinwerfer mit kombiniertem System verbindet einen Reflektor hinter der LED mit einer zusätzlichen Linse vorn. Diese Bauart eignet sich für leistungsstarke Kombi-Scheinwerfer, bei denen der Reflektor den Flutlichtbereich und die Linse den Spotkern erzeugt. Einige hochwertige LED-Arbeitsscheinwerfer für die Landwirtschaft nutzen solche Hybridoptiken.
Ausleuchtung passend zur Aufgabe wählen
Eine Ausleuchtung passt zur Aufgabe, wenn Beleuchtungsstärke in der Entfernung und Winkelabdeckung dem entsprechen, was der Fahrer sehen muss. Für acht häufige Arbeiten auf dem Betrieb gibt es eine klar passende Ausleuchtung.
| Arbeit | Beste Ausleuchtung | Montageposition | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Pflügen in der Nacht | Spot oder Fernlicht | Vordere Dachecken der Kabine | Ausleuchtung eines langen Streifens |
| Mähdrusch | Spot vorn, Flutlicht hinten | Dachmitte der Kabine | Vorn der Bestand, hinten das Überladen |
| Rundballenpressen | Kombination oder Flutlicht | Kabinendach hinten | Gemischte Abdeckung nah und mittel |
| Laderarbeit auf dem Hof | Flutlicht | A-Säule + Frontgrill | Breite Abdeckung im Nahbereich |
| Verladen von Tieren | Flutlicht | Hintere Dachecken der Kabine | Breite, blendarme Abdeckung |
| Arbeit mit der Feldspritze | Spot seitlich | Seitenteile des Kabinendachs | Große seitliche Reichweite entlang des Gestänges |
| Stapeln mit dem Teleskoplader | Kombination | Ausleger und Kabinendach | Spot für die Höhe, Flutlicht für den Boden |
| Ankuppeln von Anhängern | Flutlicht | Kabinendach hinten | Breite Abdeckung im Nahbereich |
Eine ausführlichere Zuordnung von Aufgabe und Scheinwerfer finden Sie im Leitfaden Traktor-Arbeitsscheinwerfer und in der Auswahlhilfe Flutlicht oder Spot.
Ausleuchtungsarten am selben Fahrzeug kombinieren
Ein typisches modernes Landwirtschaftsfahrzeug profitiert davon, an seinen Scheinwerferpositionen zwei oder drei Ausleuchtungsarten zu kombinieren. Eine einzige Ausleuchtung an allen Positionen verschenkt Möglichkeiten oder lässt Lücken.
Übliche Kombination für einen Traktor der Mittelklasse
Ein typischer Traktor der Mittelklasse (Massey Ferguson 6S, John Deere 6M, New Holland T6, Case IH Maxxum, Valtra N-Serie, Fendt 500 Vario, Deutz-Fahr 6er-Serie) profitiert von dieser Kombination:
- 2 Spots an den vorderen Dachecken der Kabine (große Reichweite auf dem Feld)
- 2 Flutlichter an den hinteren Dachecken der Kabine (Hof und Rückwärtsfahren im Nahbereich)
- 2 Kombi-Scheinwerfer an der A-Säule (Laderarbeit und Feldarbeit in der Nacht)
- 1 Spot in der Dachmitte (zusätzliche Reichweite, sofern vorhanden)
Übliche Kombination für einen Mähdrescher
Ein typischer Mähdrescher profitiert von:
- 4 Spots an den vorderen Dachecken und in der Dachmitte (Sicht auf den Bestand in großer Entfernung)
- 2 Spots an den Seitenteilen des Kabinendachs (seitliche Reichweite zu Schneidwerk oder Überladerohr)
- 4 Flutlichter an Kabinenheck und Überladerohr (Abdeckung im Nahbereich beim Überladen)
- 2 Kombi-Scheinwerfer am Korntank (gemischte Sicht beim Befüllen)
Übliche Kombination für einen Teleskoplader
Ein typischer Teleskoplader profitiert von:
- 2 Spots an den vorderen Dachecken der Kabine (Reichweite bis zur Auslegerspitze bei voller Hubhöhe)
- 2 Flutlichter an den hinteren Dachecken der Kabine (Rückwärtsfahren auf dem Hof)
- 2 Kombi-Scheinwerfer an der Auslegerspitze (Ausleuchtung der Last nah und mittel)
- 1 bis 2 Flutlichter am Gabelträger (Ausleuchtung der Last im Nahbereich)
Weitere Grundlagen zu Arbeitsscheinwerfern finden Sie im Leitfaden LED-Arbeitsscheinwerfer und in der Kaufberatung 12-V-LED-Arbeitsscheinwerfer.
Checkliste für die Wahl der Ausleuchtung
Nutzen Sie diese Checkliste bei der Auswahl der Ausleuchtung für Arbeitsscheinwerfer an jedem landwirtschaftlichen Fahrzeug.
- [ ] Hauptaufgabe bestimmt (Hof im Nahbereich, Feld auf Distanz, gemischt)
- [ ] Arbeitsentfernung geschätzt (5 bis 15 m für Flutlicht, 15 bis 50 m für Spot)
- [ ] Abstrahlwinkel auf die Breite des Arbeitsbereichs abgestimmt (60° bis 90° Flutlicht, 20° bis 30° Spot)
- [ ] Beleuchtungsstärke in Arbeitsentfernung geprüft (sofern im Datenblatt angegeben)
- [ ] Position passend zur Ausleuchtung gewählt (vorn Spot, hinten Flutlicht, A-Säule Flutlicht)
- [ ] Lichtstrom auf die Fahrzeuggröße abgestimmt (1.500 bis 8.000 lm)
- [ ] Kombination der Ausleuchtungsarten über alle Positionen bedacht
- [ ] Unterschied zwischen Fernscheinwerfer und Arbeitsscheinwerfer im Straßenverkehr beachtet
- [ ] Reflektor- oder Linsenoptik bei hochwertigen Installationen berücksichtigt
- [ ] Kombi-Scheinwerfer bei wenigen Montagepositionen in Betracht gezogen
- [ ] Prüfzeichen für jede Leuchte im Straßenverkehr erforderlich
- [ ] Grenzen des Lichtkegels bei Positionen nahe dem Sichtfeld des Fahrers geprüft (Blendung vermeiden)
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