Arten und Funktionen

Magnet-Rundumleuchten: Mobile Warnleuchten für Traktor und Anhänger

By Agri Lighting team Published 12 min read

Magnet-Rundumleuchten: Mobile Warnleuchten für Traktor und Anhänger
In this guide
  1. Was eine Magnet-Rundumleuchte ist
  2. Wann eine Magnet-Rundumleuchte besser ist als eine fest montierte
  3. Magnetarten und Haftkraft
  4. Montageflächen: Was hält und was nicht
  5. Möglichkeiten der Stromversorgung
  6. LED- oder Halogen-Magnetleuchten
  7. Zulässigkeit von Magnet-Rundumleuchten im Straßenverkehr
  8. Checkliste für den Kauf einer Magnet-Rundumleuchte
  9. Pflege und Aufbewahrung

Eine Magnet-Rundumleuchte ist eine mobile gelbe Warnleuchte, die mit einem Dauermagnetfuß auf einer Stahlfläche des Fahrzeugs hält und über ein Spiralkabel aus einer 12-V- oder 24-V-Steckdose versorgt wird. Sie ist in Sekunden auf Traktor, Teleskoplader, Anhänger oder Transporter montiert, lässt sich ohne Werkzeug wieder abnehmen und hinterlässt keine Bohrlöcher in der Karosserie. Die Leuchte selbst ist eine normale Rundumkennleuchte nach ECE R65 mit Drehspiegel oder Blitzfunktion. Der Magnetfuß ist der einzige Unterschied zu einer fest montierten Rundumleuchte. Diese eine Konstruktionsentscheidung verändert aber, wie, wo und wann die Leuchte eingesetzt wird. Dieser Ratgeber erklärt, wann eine Magnet-Rundumleuchte die richtige Wahl ist, wie Sie Angaben zur Haftkraft lesen, auf welchen Flächen sie hält und auf welchen nicht, worauf Sie beim Anschlusskabel achten sollten und wie Sie ein Modell kaufen, das auf deutschen Straßen zulässig und zuverlässig ist.

Was eine Magnet-Rundumleuchte ist

Eine Magnet-Rundumleuchte ist eine Warnleuchte mit eingebautem Dauermagneten im Fuß, gedacht für die vorübergehende Befestigung auf einem Stahlblech des Fahrzeugs. Gehäuse, Lichtscheibe, Lichtquelle und Elektronik sind identisch mit denen einer fest montierten Rundumleuchte. Der Unterschied liegt im Fuß: Ein einzelner großer Magnet oder ein Ring aus kleineren Magneten sitzt in einem gummierten Gehäuse. Setzt man die Leuchte auf eine Stahlfläche, hält der Magnet sie über die Gummiauflage am Blech.

Eine Magnet-Rundumleuchte bietet drei Dinge, die eine fest montierte Leuchte nicht bietet. Sie ist in weniger als fünf Sekunden ohne Werkzeug angebracht. Sie kann zwischen den Fahrzeugen eines Betriebs oder Lohnunternehmens wechseln. Sie hinterlässt keine Löcher in Kabinendach, Kotflügel oder Motorhaube. Dafür nimmt der Fahrer einen etwas höheren Stückpreis in Kauf, ein Spiralkabel, das verlegt werden muss, und eine vom Hersteller angegebene Höchstgeschwindigkeit, oberhalb derer sich die Leuchte auf dem Magneten verschieben kann.

Die meisten landwirtschaftlichen Magnet-Rundumleuchten haben am Fuß einen Durchmesser von 100 bis 130 mm, sind 130 bis 200 mm hoch und wiegen komplett 0,5 bis 1,5 kg. Im Fuß sitzt bei kleineren Modellen ein großer zentraler Magnet, bei größeren eine Anordnung aus drei Magneten. Die Leuchte darauf funktioniert genauso wie jede andere Rundumkennleuchte nach ECE R65. Einen Überblick über die gesamte Produktgruppe gibt der Ratgeber Rundumleuchten für Traktoren.

Wann eine Magnet-Rundumleuchte besser ist als eine fest montierte

Eine Magnet-Rundumleuchte ist in vier bestimmten Situationen die richtige Wahl. In allen anderen Fällen ist eine fest montierte Leuchte überlegen.

Situation Magnetisch Fest montiert
Fahrzeug täglich auf der Straße Beides möglich Besser
Fahrzeug gelegentlich auf der Straße Besser Beides möglich
Leihtraktor, Wechsel beim Lohnunternehmer oder gemeinsam genutzter Fuhrpark Besser Schlechter
Kabine zu hoch für eine feste Leuchte (niedrige Halle) Besser Schlechter
Schnelle Straßenfahrt (über 100 km/h bei Transportern/Geländewagen) Schlechter Besser
Traktor über 50 km/h oder überbreite Fahrzeuge Beides möglich Besser

1. Gelegentliche Straßenfahrt

Für einen Traktor, der die meiste Zeit auf dem Hof oder auf dem Feld steht und nur gelegentlich auf öffentlichen Straßen fährt, kann eine Magnet-Rundumleuchte passen. In Deutschland gibt es keine allgemeine Pflicht, jeden Traktor mit einer Rundumleuchte auszurüsten. Für überbreite oder überlange Kombinationen, bestimmte Anbaugeräte oder aufgrund von Auflagen einer Ausnahmegenehmigung ist gelbes Rundumlicht aber häufig vorgeschrieben. Dann muss die Magnetleuchte vor jeder solchen Fahrt aufs Dach und eingeschaltet werden, auch für eine kurze Strecke. Besteht die Gefahr, dass sie vergessen wird, ist eine fest montierte Leuchte die sicherere Wahl.

2. Fuhrpark mit mehreren Fahrzeugen

Ein Lohnunternehmer, der mit drei Traktoren auf einem Einsatz ist, braucht drei Rundumleuchten. Mit Magnetleuchten kann eine Leuchte von Maschine zu Maschine wechseln, je nachdem, wo gerade gearbeitet wird. Fest montierte Leuchten würden drei Geräte, drei Verkabelungen und drei Umbauten an der Kabine erfordern.

3. Platzbeschränkungen beim Abstellen

Eine Scheune mit niedrigem Tor, eine Werkstatt mit niedriger Decke oder ein überdachter Hof zwingt den Fahrer oft, die Rundumleuchte vor dem Einfahren abzunehmen. Eine Magnetleuchte ist in Sekunden abgenommen. Eine fest montierte Leuchte muss jedes Mal abgeschraubt und abgeklemmt werden.

4. Leih- und Vorführfahrzeuge

Ein Vorführtraktor oder eine Leihmaschine muss ohne Veränderungen an den Eigentümer zurückgehen. Eine Magnet-Rundumleuchte gibt der Maschine für die Einsatzdauer eine funktionierende gelbe Warnleuchte, ohne Spuren am Fahrzeug zu hinterlassen. Die meisten modernen Traktoren haben bereits ab Werk eine Aufnahme für eine Rundumleuchte, prüfen Sie das also zuerst.

Magnetarten und Haftkraft

Die Haltekraft einer Magnet-Rundumleuchte stammt von einem von zwei Magnettypen, die Haftkraft liegt typischerweise zwischen 15 und 35 kg. Der Wert in der Produktbeschreibung ist die statische Haftkraft, also die Kraft, die nötig ist, um die Leuchte bei Raumtemperatur senkrecht von einer ebenen Stahlplatte abzuheben.

Magnettyp Übliche Haftkraft Bester Einsatz Kosten
Ferrit 8 bis 18 kg Leichte Leuchten, langsame Fahrzeuge, gelegentlicher Einsatz Niedrig
Neodym 20 bis 35 kg Schwerere Leuchten, Straßenfahrt, Fahrzeuge mit starken Vibrationen Höher
Hybrid (Mehrfachmagnet) 25 bis 50 kg Schwere Leuchten, schnelle Straßenfahrt Am höchsten

Ferritmagnete

Ferritmagnete (Keramikmagnete) sind das ursprüngliche Magnetmaterial für Rundumleuchten. Sie halten zuverlässig, sind günstig, vertragen Hitze gut (bis 250 °C) und sind korrosionsbeständig. Haftkräfte von 8 bis 18 kg reichen für kleine LED-Rundumleuchten bei langsamer Straßenfahrt. Eine Leuchte mit Ferritmagnet auf dem Kabinendach eines Traktors bei 40 km/h sitzt stabil. Dieselbe Leuchte auf dem Dach eines Transporters bei 120 km/h kann sich bei Seitenwind verschieben.

Neodymmagnete

Neodymmagnete (Seltenerdmagnete) haben die zwei- bis vierfache Haftkraft eines gleich großen Ferritmagneten. Ein Neodymmagnet mit 75 mm Durchmesser hält 25 bis 35 kg, ein gleich großer Ferritmagnet nur 8 bis 12 kg. Neodym eignet sich für schwerere Leuchtengehäuse, schnellere Straßenfahrt und jedes Fahrzeug, das über unebenes Gelände holpert. Die Nachteile sind höhere Kosten, geringere Hitzebeständigkeit (Kraftverlust über 80 °C) und Korrosionsanfälligkeit, wenn die Gummibeschichtung beschädigt ist.

Haftkraft und Praxis

Die statische Haftkraft gilt für eine ebene, waagerechte Fläche. Ein echtes Kabinendach ist gewölbt, lackiert und in Bewegung, die tatsächliche Haltekraft ist also geringer als der Nennwert. Beachten Sie die vom Hersteller angegebene Höchstgeschwindigkeit der Leuchte und wählen Sie für schnellere Straßenfahrt einen stärkeren Magneten oder eine Kombination aus Magnetfuß und Sicherungsgurt.

Montageflächen: Was hält und was nicht

Eine Magnet-Rundumleuchte braucht eine ferromagnetische Fläche. Viele Kabinendächer sind aus Stahl und eignen sich für Magnetleuchten, doch zahlreiche moderne Kabinendächer bestehen aus Kunststoff, Verbundwerkstoff oder Aluminium, und darauf hält eine Magnetleuchte nicht.

Oberfläche Magnetisch? Hinweise
Lackierter Stahl Ja Übliches Kabinendach der meisten Traktoren und Transporter
Blanker Stahl Ja Ältere Traktoren, Anhänger, landwirtschaftliche Aufbauten
Verzinkter Stahl Ja Anhänger, Viehanhänger
Edelstahl Unterschiedlich Manche Sorten sind nicht magnetisch, vorher testen
Aluminium Nein Manche modernen Leichtbaukabinen und Aufbauten
Glasfaserkunststoff (GFK) Nein Manche Kabinendächer, Haubenabdeckungen, Karosserieteile
Kunststoff Nein Dachverkleidungen, ABS-Abdeckungen, Zierleisten

Erst testen, dann vertrauen

Ein kleiner Kühlschrankmagnet an der vorgesehenen Montagefläche zeigt in einer Sekunde, ob sie magnetisch ist. Hält der Kühlschrankmagnet, hält auch die Rundumleuchte. Fällt er ab, montieren Sie an dieser Stelle keine Magnetleuchte. Aluminiumdächer, GFK-Hauben und Kunststoffteile fallen bei diesem Test durch. An solchen Fahrzeugen braucht die Leuchte eine feste Montage, einen Magnetfuß-Halter, der an ein Stahlteil geschraubt wird, oder einen Aufsteckmast mit fester Basis.

Lackschutz

Der gummierte Fuß einer Magnet-Rundumleuchte schützt die meisten lackierten Flächen vor Kratzern. Drei Vorsichtsmaßnahmen verbessern diesen Schutz. Wischen Sie vor jedem Aufsetzen Magnetfuß und Montagefläche sauber, damit kein Schmutz zwischen Gummi und Lack eingeklemmt wird. Schieben Sie die Leuchte nicht über die Fläche, sondern heben Sie sie ab und setzen Sie sie auf. Nehmen Sie sie auf frisch lackierten Flächen vorsichtig ab, denn noch nicht ausgehärteter Lack kann am Magnetfuß haften bleiben. Fragen Sie die Lackiererei, wie lange eine Neulackierung aushärten muss, bevor wieder eine Magnetleuchte darauf darf.

Möglichkeiten der Stromversorgung

Eine Magnet-Rundumleuchte wird über einen von drei üblichen Kabeltypen an die Fahrzeugelektrik angeschlossen. Das Kabel kommt aus dem Fuß der Leuchte, verläuft über das Kabinendach oder durch die Türdichtung und endet in einem Stecker, der zur Steckdose des Fahrzeugs passt.

Zigarettenanzünderstecker

Die häufigste Stromversorgung für mobile Rundumleuchten. Der Stecker passt in jeden üblichen 12-V-Zigarettenanzünder oder jede Zubehörsteckdose. Die Spiralkabel sind aufgerollt 2 bis 4 m lang und lassen sich auf 5 bis 7 m ausziehen. Der Stecker funktioniert an Traktoren, Transportern, Geländewagen und jedem Fahrzeug mit 12-V-Zubehörsteckdose. Die einzige Schwäche ist die Kabelführung: Ein Spiralkabel, das über das Kabinendach und durch ein Seitenfenster läuft, verfängt sich in Türdichtungen und bleibt an der Karosserie hängen.

DIN-Stecker

Viele Traktoren haben in der Kabine DIN-Steckdosen eigens für Zubehör wie Rundumleuchten. Ein DIN-Stecker sitzt vibrationsfest in der Steckdose und hält die Kabine aufgeräumt. Vergleichen Sie die Strombelastbarkeit von Steckdose und Stecker mit der Stromaufnahme der Leuchte. Rundumleuchten mit DIN-Stecker sind bei Traktoren in europäischer Ausführung weit verbreitet.

Festanschluss

Eine fest angeschlossene Magnet-Rundumleuchte bezieht ihren Strom über einen abgesicherten Abzweig direkt aus dem Kabelbaum des Fahrzeugs. Sie hat denselben Magnetfuß und dasselbe abnehmbare Leuchtengehäuse, doch das Kabel endet in einem festen Anschluss statt in einem Stecker. Der Festanschluss ist bei Magnetleuchten selten, weil er einen großen Teil des Komfortvorteils aufhebt. Er eignet sich für Fahrzeuge, bei denen die Kabinensteckdose schon belegt ist oder die Leuchte mehr Strom braucht, als eine Steckdose liefern kann.

Mehrspannungsbetrieb

LED-Magnetleuchten werden zunehmend für mehrere Spannungen angeboten: 10 bis 30 V oder 12 bis 24 V. Der interne Treiber verarbeitet 12 V und 24 V und liefert in beiden Fällen die richtige Lichtleistung. Mehrspannungsleuchten verhindern die Verwechslung, bei der eine 12-V-Leuchte an 24 V angeschlossen wird (und durchbrennt) oder eine 24-V-Leuchte an 12 V (und nur mit halber Helligkeit leuchtet).

LED- oder Halogen-Magnetleuchten

LED hat Halogen als Standard-Lichtquelle für Magnet-Rundumleuchten abgelöst. Die Zahlen zeigen, warum.

Kennwert Halogen mit Drehspiegel LED mit Drehspiegel LED-Blitz
Stromaufnahme bei 12 V 4 bis 8 A 0,5 bis 1,5 A 0,3 bis 1 A
Lebensdauer der Lichtquelle 500 bis 1.000 Stunden 30.000 bis 50.000 Stunden 30.000 bis 50.000 Stunden
Vibrationsfestigkeit Gering (Glühfaden) Hoch Hoch
Blinkmuster Nur Rundumlicht Rundumlicht, simuliertes Rundumlicht Mehrere, programmierbar
Sichtbarkeit Kräftig, leicht orange Kräftig, satt gelb Schärferer Aufmerksamkeitsimpuls
Preis Etwa 30 bis 70 € Etwa 45 bis 140 € Etwa 55 bis 165 €

Halogen-Magnetleuchten

Halogen-Magnetleuchten arbeiten mit einer Halogenlampe von 55 W oder 70 W in einem Drehspiegel. Die Lampe erzeugt kräftiges Licht in warmem Farbton. Ein kleiner Motor dreht den Spiegel und erzeugt so das Blinkmuster. Halogen-Rundumleuchten werden noch als günstige Lösung und als Ersatz an älteren Traktoren verkauft. Achten Sie auch hier auf eine gültige Bauartgenehmigung für den Straßenverkehr. Die Stromaufnahme von 4 bis 8 A belastet die Zubehörsteckdose eines Traktors nahe an ihrer Grenze, und die Lebensdauer der Lampe ist im landwirtschaftlichen Einsatz die größte Schwäche, weil Vibrationen sie zusätzlich verkürzen.

LED-Magnetleuchten

LED-Magnetleuchten nutzen einen Ring aus LED-Chips und entweder eine feststehende Lichtscheibe mit simuliertem Rundumlicht oder einen kleinen Motor, der einen kleineren Reflektor dreht. Die Stromaufnahme sinkt auf 0,5 bis 1,5 A, die Lichtquelle muss praktisch nie ersetzt werden, und das Gehäuse ist leichter, was den Magnetfuß entlastet. LED ist für jede Neuanschaffung die richtige Wahl.

LED-Blitzleuchten

Eine Magnet-Blitzleuchte lässt die LED-Chips direkt aufblitzen, ganz ohne drehendes Element. Blitzleuchten erzeugen einen schärferen, auffälligeren Impuls als Leuchten mit Drehspiegel und lassen sich oft auf 4 bis 12 Blinkmuster programmieren. Magnet-Blitzleuchten sind bei Straßenunterhaltung, langsamen Begleitfahrzeugen und Vorausfahrzeugen von Schwertransporten verbreitet.

Zulässigkeit von Magnet-Rundumleuchten im Straßenverkehr

Eine Magnet-Rundumleuchte, die auf deutschen Straßen benutzt wird, muss dieselben rechtlichen Anforderungen erfüllen wie eine fest montierte Rundumleuchte. Die mobile Bauweise ändert daran nichts. Drei Punkte sind wichtig.

1. Bauartgenehmigung nach ECE R65

Rundumkennleuchten müssen nach der StVZO bauartgenehmigt sein. Die ECE-Regelung Nr. 65 ist der anerkannte internationale Standard für Warnleuchten, und eine Leuchte mit E-Prüfzeichen nach R65 ist die sichere Wahl. Leuchten der Klasse 1 haben eine Helligkeitsstufe, Leuchten der Klasse 2 haben zwei, eine hellere Tagesstufe und eine gedimmte Nachtstufe. Alle Einzelheiten zur Regelung finden Sie unter Rundumleuchten nach ECE R65 erklärt.

2. Richtige Benutzung

Welche Fahrzeuge Kennleuchten für gelbes Blinklicht führen dürfen, regelt § 52 Abs. 4 StVZO, wann sie eingeschaltet werden dürfen, die StVO (§ 38). Gelbes Rundumlicht dient der Warnung vor Gefahren, zum Beispiel bei ungewöhnlich langsamen, breiten oder langen Fahrzeugen oder bei Arbeiten im Straßenbereich, und darf nur dann eingeschaltet werden, wenn eine solche Warnung nötig ist. Für überbreite land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge und Kombinationen sowie aufgrund von Auflagen einer Ausnahmegenehmigung ist es häufig vorgeschrieben. Eine Magnetleuchte, die dann ausgeschaltet ist oder in der Kabinenbox liegt, erfüllt diese Pflicht nicht. Pkw ohne entsprechende Berechtigung dürfen keine gelben Kennleuchten führen.

3. Anbauposition

Die Rundumleuchte muss so angebracht sein, dass ihr Licht möglichst von allen Seiten sichtbar ist, also in der Regel auf dem Kabinendach und möglichst mittig. Auspuffrohre oder Heckanbaugeräte dürfen sie nicht verdecken. Eine Magnetleuchte, die tief auf der Motorhaube sitzt, wird von hinten durch die Kabine verdeckt und erfüllt diese Anforderung nicht. Die übliche Lösung ist die Montage an der höchsten Stelle des Kabinendachs, wo die Leuchte über alle Aufbauten hinausragt, oder eine zweite Rundumleuchte. Genaue Anforderungen an Anbauhöhe und Sichtbarkeit nennen die StVZO und das Merkblatt für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge, im Zweifel hilft Ihre Prüforganisation.

Eine Magnet-Rundumleuchte, die diese Punkte erfüllt, ist zulässig und für den Straßenverkehr geeignet. Die allgemeinen Vorschriften zu Beleuchtung und Genehmigung finden Sie unter Vorschriften für die Traktorbeleuchtung.

Checkliste für den Kauf einer Magnet-Rundumleuchte

Nutzen Sie diese Checkliste, wenn Sie eine Magnet-Rundumleuchte für ein landwirtschaftliches Fahrzeug auswählen.

  • E-Prüfzeichen nach ECE R65 sichtbar am Gehäuse (Klasse 2 bietet zusätzlich eine gedimmte Nachtstufe)
  • Zusätzlich EMV-Genehmigung nach ECE R10 vorhanden
  • Haftkraft von 20 kg oder mehr für den Straßeneinsatz
  • Neodym- oder Hybridmagnet für Straßengeschwindigkeiten über 60 km/h
  • Gummibeschichtung des Fußes intakt und ohne Risse
  • Kabellänge von 3 m oder mehr für die Verlegung vom Kabinendach zur Kabinensteckdose
  • Stecker passt zum Fahrzeug (Zigarettenanzünder, DIN, Mehrspannung)
  • LED wegen Stromaufnahme und Lebensdauer gegenüber Halogen bevorzugt
  • Spannung passt oder Leuchte ist für mehrere Spannungen ausgelegt
  • Fläche vor der Montage auf Aluminium- oder Verbundkabinen mit einem Kühlschrankmagneten getestet

Pflege und Aufbewahrung

Eine Magnet-Rundumleuchte hat ein härteres Leben als eine fest montierte, weil sie zwischen Fahrzeugen wechselt, in Werkzeugkisten liegt und gelegentlich herunterfällt. Fünf Pflegegewohnheiten verlängern ihre Lebensdauer.

1. Magnetfläche sauber halten

Sand, Metallspäne oder getrockneter Schlamm zwischen Gummibeschichtung und Montagefläche zerkratzen den Lack und verringern die Haftung. Wischen Sie die Magnetfläche vor jedem Aufsetzen mit einem sauberen Tuch ab. 30 Sekunden Abwischen verhindern die meisten Lackschäden am Fahrzeug.

2. Richtig lagern

Liegt die Leuchte auf der Lichtscheibe, wird diese zerkratzt und die Optik leidet. Steht sie auf dem Fuß, zieht der Magnet alles Lose aus Eisen in der Werkzeugkiste an: Nägel, Schrauben, Unterlegscheiben. Der Kompromiss ist eine mit Schaumstoff ausgekleidete Aufbewahrungsbox oder ein Wandhaken, der den Magneten von gelagertem Eisenkram fernhält.

3. Keine Lagerung bei großer Hitze

Neodymmagnete verlieren bei Temperaturen über 80 °C an Kraft. Eine Leuchte, die im Sommer auf der Auspuffverkleidung des Traktors liegt, kann dauerhaft 20 % bis 30 % ihrer Haftkraft verlieren. Die Ablage in der Kabine oder in der Werkzeugkiste vermeidet das Problem.

4. Kabel jährlich prüfen

Ein Spiralkabel wird über hundertmal im Jahr gebogen. Die Stecker an beiden Enden werden am stärksten belastet. Kontrollieren Sie Zigarettenanzünder- oder DIN-Stecker auf Risse, prüfen Sie die Zugentlastung an beiden Enden und ersetzen Sie das Kabel, bevor die Ader bricht, nicht erst danach.

5. Blinkfrequenz prüfen

Zwei Minuten mit einer Stoppuhr genügen, um die Blinkfrequenz zu prüfen. Zählen Sie die Blitze über 60 Sekunden. Eine Rundumkennleuchte nach ECE R65 ist für 120 bis 240 Blitze pro Minute (2 bis 4 Hz) ausgelegt. Liegt der Wert außerhalb dieses Bereichs, lässt der Motor (Drehspiegel) oder der Treiber (LED) nach, und die Leuchte sollte vor der nächsten Straßenfahrt ersetzt werden.

Das gesamte Sortiment an Magnet-Rundumleuchten und Dachbeleuchtung finden Sie bei Agri Lighting, darunter LED-Magnetleuchten für 12 V, 24 V und Mehrspannung sowie Ersatzkabel. Hintergrundwissen bieten der Grundlagenratgeber Rundumleuchten für Traktoren, die Einführung Was gelbes Rundumlicht bedeutet und der Ratgeber zur Regelung Rundumleuchten nach ECE R65.

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Written by the Agri Lighting team

Agri Lighting is an independent UK tractor lighting specialist based in Lincolnshire, from a parts business that has supplied farms, contractors and dealers since 1996. Our guides are written from the questions our counter and phone staff answer every week. Something not covered? Call +44 1522 440522 or email [email protected].