Arbeitsscheinwerfer IP67 oder IP69K: Welche Schutzart brauchen Sie?

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Die Schutzart (IP-Code, englisch Ingress Protection) ist ein zweistelliger Code nach IEC 60529 (in Deutschland DIN EN 60529), der angibt, wie gut ein elektrisches Gehäuse gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser geschützt ist. IP67 bedeutet staubdicht und geschützt gegen zeitweiliges Untertauchen in 1 m Wassertiefe für 30 Minuten. IP69K bedeutet staubdicht und geschützt gegen Hochdruck-Heißwasserstrahlen aus kurzer Entfernung mit 80 bis 100 bar und 80 °C. Arbeitsscheinwerfer mit IP69K sind für Hochdruckreinigung, das Abspritzen von Güllefässern und die Reinigung von Stallungen geprüft, Leuchten mit IP67 dagegen nicht. Dieser Ratgeber erklärt beide Schutzarten, die zugehörigen Prüfbedingungen, die landwirtschaftlichen Einsätze, bei denen IP69K unverzichtbar ist, und wie Sie die IP-Angabe eines Herstellers prüfen, bevor Sie auch nur eine Leuchte montieren.
Was eine Schutzart ist
Die Schutzart ist eine genormte Einstufung der Widerstandsfähigkeit eines Gehäuses gegen das Eindringen von Staub, Schmutz und Wasser. Festgelegt ist sie in der internationalen Norm IEC 60529 (Schutzarten durch Gehäuse, IP-Code). Die Schutzart gibt Käufern einen direkt vergleichbaren Maßstab dafür, wie sich ein abgedichtetes Produkt in schmutziger, nasser oder abzuspritzender Umgebung verhält.
Eine Schutzart ist ein Prüfergebnis, keine Werbeaussage. Eine Leuchte mit IP67 hat die IP67-Prüfung unter kontrollierten Laborbedingungen bestanden. Die Schutzart sagt, was die Leuchte in der Prüfung überstanden hat, nicht, wie lange sie über eine Nutzungsdauer von 5 bis 10 Jahren hält.
Eine Schutzart gilt für das Gehäuse. Sie umfasst Leuchtenkörper, Dichtung der Lichtscheibe, Kabelverschraubung und Stecker. Sie umfasst nicht das Kabel selbst, die Verbindungen in der Kabine oder den LED-Treiber, wenn dieser vom Leuchtenkörper getrennt ist. Eine dichte Leuchte mit schlechter Verbindung am Kabelende verliert ihre Wasserdichtheit in dem Moment, in dem Wasser in den Stecker eindringt.
So lesen Sie den IP-Code
Der IP-Code besteht aus den Buchstaben „IP“, gefolgt von zwei Ziffern und gelegentlich einem zusätzlichen Buchstaben. Das Format lautet IP XY oder IP XYZ, wobei jedes Zeichen eine bestimmte Bedeutung hat.
Die erste Ziffer: Schutz gegen Fremdkörper
Die erste Ziffer reicht von 0 bis 6 und bewertet den Schutz des Gehäuses gegen feste Fremdkörper, Staub und Berührung.
| Erste Ziffer | Schutzgrad |
|---|---|
| 0 | Kein Schutz |
| 1 | Fremdkörper über 50 mm |
| 2 | Fremdkörper über 12,5 mm (Finger) |
| 3 | Fremdkörper über 2,5 mm (Werkzeuge, dicke Drähte) |
| 4 | Fremdkörper über 1 mm (die meisten Drähte, Schrauben) |
| 5 | Staubgeschützt (Staub dringt ein, aber nicht in schädlicher Menge) |
| 6 | Staubdicht (kein Staubeintritt) |
Ein Arbeitsscheinwerfer mit 5 oder 6 als erster Ziffer eignet sich für jeden landwirtschaftlichen Einsatz. Die 6 ist der Standard für landwirtschaftliche LED-Arbeitsscheinwerfer, weil Getreideernte, Heuwerbung und Korntransport die Leuchten feinem Staub aussetzen, der ein Gehäuse mit Stufe 5 zusetzen würde.
Die zweite Ziffer: Schutz gegen Wasser
Die zweite Ziffer reicht von 0 bis 9 (mit 9K als Hochdruckvariante) und bewertet den Schutz des Gehäuses gegen Wasser.
| Zweite Ziffer | Prüfbedingung |
|---|---|
| 0 | Kein Schutz |
| 1 | Senkrecht fallende Tropfen |
| 2 | Tropfen bei bis zu 15° Neigung |
| 3 | Sprühwasser bis 60° gegen die Senkrechte |
| 4 | Spritzwasser aus allen Richtungen |
| 5 | Strahlwasser mit niedrigem Druck (12,5 l/min, Düse 6,3 mm, 3 m Abstand) |
| 6 | Starkes Strahlwasser (100 l/min, Düse 12,5 mm, 3 m Abstand) |
| 7 | Zeitweiliges Untertauchen (1 m Tiefe, 30 Minuten) |
| 8 | Dauerndes Untertauchen (vom Hersteller angegebene Tiefe) |
| 9 / 9K | Hochdruck-Heißwasserstrahl aus kurzer Entfernung |
Eine zweite Ziffer von 7 oder höher eignet sich für außen montierte landwirtschaftliche Arbeitsscheinwerfer. 9K eignet sich für jede Leuchte, die direkt mit dem Hochdruckreiniger gereinigt wird.
Zusatzbuchstaben
Ein Zusatzbuchstabe liefert Informationen, die die Ziffern nicht abbilden. Bei Arbeitsscheinwerfern ist das K am häufigsten. Es stammt aus der Straßenfahrzeugnorm ISO 20653, die die deutsche DIN 40050-9 abgelöst hat. IPX9K ist die Prüfung mit Hochdruck-Heißwasserstrahl, IP6K die staubdichte Einstufung nach ISO 20653. Die IEC 60529 enthält seit ihrer Änderung von 2013 ebenfalls eine Strahlwasserprüfung IPX9, verwendet aber kein K.
Was IP67 bedeutet
IP67 bedeutet staubdicht (erste Ziffer 6) und geschützt gegen zeitweiliges Untertauchen (zweite Ziffer 7). Ein Arbeitsscheinwerfer mit IP67 übersteht vollständiges Untertauchen in 1 m Wassertiefe für 30 Minuten, ohne dass Wasser in einer Menge eindringt, die den Betrieb beeinträchtigt.
Die Wasserprüfung für IP67
Bei der IP67-Prüfung wird die Leuchte so in Süßwasser getaucht, dass der höchste Punkt des Gehäuses mindestens 150 mm und der tiefste Punkt mindestens 1.000 mm unter der Wasseroberfläche liegt. Die Prüfung dauert 30 Minuten bei Raumtemperatur. Die Leuchte besteht, wenn kein Wasser eindringt oder eingedrungenes Wasser den Betrieb nicht beeinträchtigt.
Die IP67-Prüfung ist eine statische Tauchprüfung. Das Wasser steht still. Der Druck auf die Dichtung entspricht der Wassersäule von 1 m (etwa 0,1 bar). Die Temperatur ist Raumtemperatur.
Was IP67 in der Praxis abdeckt
Ein Arbeitsscheinwerfer mit IP67 verträgt Regen, Spritzwasser, Wasserdurchfahrten und versehentliches Untertauchen in einem überfluteten Graben oder einer Fahrspur. Er übersteht eine kurze Fahrt durch bis zu 1 m tiefes Wasser. Auch ein heftiger Platzregen bringt kein Wasser ins Gehäuse.
Was IP67 nicht abdeckt
Ein Arbeitsscheinwerfer mit IP67 ist nicht für Hochdruckreinigung geprüft. Der Strahl eines Hochdruckreinigers trifft die Dichtung aus kurzer Entfernung mit einem Vielfachen des Drucks der IP67-Prüfung, die nur mit etwa 0,1 bar arbeitet, und kann Wasser an einer Dichtung vorbeidrücken, die dafür nie ausgelegt war.
Ein Arbeitsscheinwerfer mit IP67 verträgt kein heißes Wasser. Die IP67-Prüfung läuft bei Raumtemperatur. Heißes Wasser (ab 60 °C) weicht die Silikon- oder Gummidichtung auf und schwächt sie zusätzlich.
Was IP69K bedeutet
IP69K bedeutet staubdicht (erste Ziffer 6) und geschützt gegen Hochdruck-Heißwasserstrahlen aus kurzer Entfernung (zweite Ziffer 9K). Ein Arbeitsscheinwerfer mit IP69K übersteht eine Hochdruckreinigung mit 80 bis 100 bar und 80 °C aus vier Winkeln, ohne dass Wasser ins Gehäuse eindringt.
Die Wasserprüfung für IP69K
Bei der IP69K-Prüfung wird die Leuchte aus vier Winkeln (0°, 30°, 60° und 90° zur Horizontalen) jeweils 30 Sekunden lang mit einem Hochdruckwasserstrahl beaufschlagt. Die Prüfparameter sind genau festgelegt.
| Prüfparameter | Wert |
|---|---|
| Wasserdruck | 80 bis 100 bar (8 bis 10 MPa) |
| Wassertemperatur | 80 °C ± 5 °C |
| Durchfluss | 14 bis 16 Liter pro Minute |
| Abstand zur Leuchte | 100 bis 150 mm |
| Düse | Flachstrahl, 0° bis 30° Strahlwinkel |
| Drehung der Leuchte | 5 U/min während der Prüfung |
| Gesamtprüfdauer | 2 Minuten (30 s je Winkel) |
Die IP69K-Prüfung ist die härteste Wasserprüfung im IP-System. Hoher Druck, hohe Temperatur und kurzer Abstand übertreffen zusammen jede normale Reinigung, die ein landwirtschaftliches Fahrzeug erfährt.
Was IP69K in der Praxis abdeckt
Ein Arbeitsscheinwerfer mit IP69K verträgt direkte Hochdruckreinigung aus jedem Winkel, Heißwasserreinigung in Milchviehhaltung und Lebensmittelproduktion, die Desinfektion von Stallungen und das Abspritzen von Güllefässern mit vollem Druck. Er übersteht die Reinigungsroutinen von Fahrzeugen in der Lebensmittelkette (Milchsammelwagen, Tiertransporter, Gemüseerntemaschinen) ohne Schaden an der Dichtung.
Woher IP69K stammt
IP69K stammt aus der deutschen Norm DIN 40050-9, die für Straßenfahrzeuge entwickelt wurde, die mit Hochdruck-Heißwasserstrahlen gereinigt werden. Die ISO 20653 hat die DIN 40050-9 inzwischen abgelöst und behält das K für Straßenfahrzeuge bei, während die IEC 60529 im Jahr 2013 eine gleichwertige Prüfung IPX9 aufgenommen hat. IP69K wird heute weltweit für Geräte verwendet, die mit Hochdruck gereinigt werden.
IP67 oder IP69K: der praktische Unterschied
Der praktische Unterschied zwischen IP67 und IP69K liegt in der Art der Wasserbelastung, die die jeweilige Schutzart verträgt.
Druckfestigkeit
IP67 verträgt statischen Wasserdruck bis etwa 0,1 bar (1 m Wassersäule). IP69K verträgt Strahldruck bis 100 bar, also das Tausendfache.
Temperaturfestigkeit
IP67 verträgt nur Wasser mit Raumtemperatur. IP69K verträgt Wasser mit 80 °C. Heißwasserreinigung, verbreitet in Milchwirtschaft und Fleischverarbeitung, liegt weit außerhalb der IP67-Spezifikation.
Reinigungsfestigkeit
Arbeitsscheinwerfer mit IP67 sind nicht für Hochdruckreinigung geprüft, und regelmäßiges Abspritzen aus kurzer Entfernung kann Wasser an ihren Dichtungen vorbeidrücken. Arbeitsscheinwerfer mit IP69K sind dafür geprüft. Wer seinen Traktor regelmäßig mit dem Hochdruckreiniger säubert, riskiert bei IP67-Leuchten eindringendes Wasser, während IP69K-Leuchten für genau diese Routine gebaut sind.
Preisunterschied
Arbeitsscheinwerfer mit IP69K kosten in der Regel mehr als vergleichbare Leuchten mit IP67. Der Aufpreis deckt bessere Dichtungen, eine robustere Kabeleinführung und eine stabilere Verbindung zwischen Lichtscheibe und Gehäuse.
Faustregel
Ein landwirtschaftliches Fahrzeug, das nur mit dem Gartenschlauch gereinigt wird, kommt mit IP67 aus. Ein Fahrzeug, das mit Hochdruckreiniger oder Heißwasser gereinigt wird, braucht IP69K. Ein Fahrzeug, das durch tiefes Wasser fährt, profitiert von einer Leuchte mit beiden Einstufungen, also einer Tauchschutzart (IP67, IP68 oder IP6K8) und IP69K, denn die eine schließt die andere nicht ein.
IP65, IP66 und IP68: weitere wichtige Schutzarten
IP67 und IP69K sind nicht die einzigen Schutzarten auf dem Markt. Drei benachbarte Einstufungen tauchen regelmäßig auf den Produktseiten landwirtschaftlicher Beleuchtung auf.
IP65: staubdicht, Strahlwasser mit niedrigem Druck
IP65 ist staubdicht und geschützt gegen Strahlwasser mit niedrigem Druck (12,5 l/min, Düse 6,3 mm, 3 m Abstand). IP65 eignet sich für Arbeitsleuchten im Kabineninnenraum, Blitzleuchten unter Vordächern und Umrissleuchten an Anhängern, die vor direktem Regen geschützt sind. IP65 übersteht keine Hochdruckreinigung.
IP66: staubdicht, starkes Strahlwasser
IP66 ist staubdicht und geschützt gegen starkes Strahlwasser, allerdings mit geringerem Druck als bei IP69K (100 l/min, Düse 12,5 mm, 3 m Abstand, Raumtemperatur). IP66 liegt zwischen IP65 und IP67/9K und ist bei Rundumleuchten auf dem Dach und schlanken Lichtleisten verbreitet.
IP68: dauerndes Untertauchen
IP68 ist staubdicht und geschützt gegen dauerndes Untertauchen in einer vom Hersteller angegebenen Tiefe. Eine IP68-Angabe enthält immer zusätzlich eine Tiefe (z. B. IP68 bei 3 m). IP68 eignet sich für Unterwasseranwendungen und Leuchten, die unterhalb der Wasserlinie eines Güllefasses sitzen.
Eine Leuchte mit IP6K7 oder IP6K8 zusammen mit IP6K9K wurde nach ISO 20653 sowohl auf Untertauchen (7 oder 8) als auch auf Hochdruck-Heißwasserreinigung (9K) geprüft. 6K ist die staubdichte Einstufung nach ISO 20653. Diese Kombination ist die höchste praktisch erreichbare Wasserdichtheit bei landwirtschaftlichen Arbeitsscheinwerfern und eignet sich für Umgebungen mit regelmäßiger Reinigung und gelegentlicher Überflutung.
Die richtige Schutzart für jede Arbeit
Die richtige Schutzart hängt von der Arbeit ab, die die Leuchte erwartet. Acht typische landwirtschaftliche Einsätze legen die Schwelle fest.
| Einsatz | Empfohlene Schutzart | Grund |
|---|---|---|
| Kabinendach Traktor, trockener Hof | IP67 | Nur Regen und Spritzwasser |
| Kabinendach Traktor, Viehbetrieb | IP69K | Regelmäßige Hochdruckreinigung |
| Güllefass | IP69K | Abspritzen mit Hochdruck |
| Mähdrescher | Mindestens IP67, besser IP69K | Staubbelastung plus Heißwasserreinigung zum Saisonende |
| Teleskoplader im Milchviehbetrieb | IP69K | Tägliche Reinigung, heißes Wasser |
| Umrissleuchten am Anhänger | IP67 oder IP66 | Regen und Spritzwasser |
| Gabelstapler in trockener Halle | IP65 | Nur leichtes Spritzwasser |
| Forstschlepper (Skidder) | IP67 | Schlamm und Untertauchen |
Wirtschaftlich rechnet sich IP69K über die Kosten vorzeitiger Ausfälle. Bei einem Fahrzeug, das häufig mit Hochdruck oder Heißwasser gereinigt wird, kostet der Ersatz ausgefallener IP67-Leuchten (plus Einbauzeit) schnell mehr als der Aufpreis für IP69K.
So prüfen Sie die IP-Angabe eines Herstellers
Die IP-Angabe eines Herstellers sollten Sie vor dem Kauf prüfen. Fünf Prüfungen trennen echte Einstufungen von Werbeaussagen.
Prüfbericht verlangen
Eine echte Schutzart ist durch den Prüfbericht eines Prüflabors belegt, idealerweise eines Labors, das in Deutschland von der DAkkS oder von einer gleichwertigen nationalen Stelle akkreditiert ist (Labore von TÜV, SGS und BSI sind Beispiele). Der Bericht nennt die Norm (IEC 60529 oder ISO 20653), den Prüfablauf, das Datum und das Labor. Seriöse Hersteller stellen den Bericht auf Anfrage zur Verfügung.
Kennzeichnung prüfen
Eine echte Schutzart steht auf der Leuchte selbst, nicht nur auf der Verpackung. Der IP-Code ist ins Gehäuse eingeprägt oder auf einem dauerhaften Etikett aufgedruckt. Er steht neben anderen Kennzeichnungen (E-Prüfzeichen, ECE R10, RoHS).
Kabelverschraubung prüfen
Die Kabelverschraubung (die Dichtung, an der das Kabel ins Gehäuse führt) entscheidet oft über den tatsächlichen Schutz. Eine hochwertige Kabelverschraubung ist ein eigenes Bauteil mit eigener Schutzart, typischerweise eine Heyco-SR-Serie oder gleichwertig. Eine Kabeleinführung mit angespritzter Silikontülle ohne Zugentlastung deutet auf eine günstigere, schwächer geschützte Leuchte hin, unabhängig von der angegebenen Zahl.
Stecker prüfen
Der Stecker am Kabelende hat seine eigene Schutzart. Ein Deutsch-DT- oder DTM-Stecker erreicht korrekt gesteckt IP67 bis IP69K. Ein normaler Rund- oder Flachstecker aus dem Kfz-Bereich erreicht IP00. Ein Hersteller, der für die Leuchte IP69K angibt, sie aber mit Rundsteckern ausliefert, bietet keine Systemschutzart.
Prüfdruck und Temperatur erfragen
Ein Hersteller, der IP69K angibt, sollte Prüfdruck (80 bis 100 bar), Prüftemperatur (80 °C) und Prüfabstand (100 bis 150 mm) bestätigen können. Wer diese Parameter nicht nennen kann, hat die Prüfung nicht durchgeführt.
Häufige Fragen
Was bedeutet IP69K?
IP69K bedeutet, dass das Gehäuse staubdicht und gegen Hochdruckwasserstrahlen aus kurzer Entfernung mit 80 bis 100 bar und 80 °C geschützt ist. Das K stammt aus der Straßenfahrzeugnorm ISO 20653 (früher die deutsche DIN 40050-9), die die Prüfbedingungen der Nutzfahrzeugreinigung abbildet.
Ist IP69K besser als IP67?
IP69K ist für höheren Wasserdruck und höhere Wassertemperatur ausgelegt als IP67. IP67 deckt zeitweiliges Untertauchen in 1 m Tiefe in stehendem Wasser mit Raumtemperatur ab. IP69K deckt Hochdruckreinigung mit 80 bis 100 bar und 80 °C heißem Wasser ab. Eine Leuchte, die den Hochdruckreiniger überstehen muss, sollte IP69K haben. Eine Leuchte, die nur Regen und Spritzwasser abbekommt, kann IP67 haben.
Sind Arbeitsscheinwerfer wasserdicht?
Ein Arbeitsscheinwerfer ist so wasserdicht, wie es seine Schutzart angibt. Eine IP65-Leuchte widersteht Regen. Eine IP67-Leuchte übersteht zeitweiliges Untertauchen. Eine IP69K-Leuchte übersteht Hochdruckreinigung. Eine Leuchte ohne Schutzart oder unter IP65 eignet sich nicht für den landwirtschaftlichen Außeneinsatz.
Darf man IP67-Leuchten mit dem Hochdruckreiniger säubern?
Hochdruckreinigung kann IP67-Arbeitsscheinwerfer beschädigen. Die IP67-Prüfung ist eine Tauchprüfung in stehendem Wasser bei etwa 0,1 bar, und der Strahl eines Hochdruckreinigers aus kurzer Entfernung liegt um ein Vielfaches darüber. Wählen Sie IP69K für jedes Fahrzeug, das regelmäßig mit Hochdruck gereinigt wird.
Welche Schutzart brauchen landwirtschaftliche Leuchten?
Landwirtschaftliche Arbeitsscheinwerfer brauchen mindestens IP67 und IP69K für jedes Fahrzeug, das mit Hochdruck oder Heißwasser gereinigt wird. Kabinendachleuchten an Fahrzeugen in Milchvieh- und Tierhaltung, Güllefässer und Mähdrescher rechtfertigen IP69K. Umrissleuchten an Anhängern und Arbeitsleuchten im trockenen Hof kommen mit IP67 oder IP66 aus.
Weiterführende Ratgeber
Zur Auswahl der Leuchte, die vor der Prüfung der Schutzart kommt, lesen Sie den Grundlagenratgeber zu Arbeitsscheinwerfern und die Kaufberatung LED-Arbeitsscheinwerfer. Zum Technikvergleich passend zur Schutzart lesen Sie den Ratgeber LED oder Halogen am Traktor. Zur Montage, die darüber entscheidet, ob die Schutzart im Betrieb hält, lesen Sie Arbeitsscheinwerfer richtig montieren.
Im Sortiment universeller LED-Arbeitsscheinwerfer finden Sie Leuchten mit IP67 und IP69K.

